Der Betriebsrat der tesa SE hielt seine halbjährliche Plenarsitzung vom 5. bis 8. November 2019 in Hamburg ab. Es war das erste Treffen unter neuem Vorsitz und mit einigen neuen Delegierten. Auch auf der zentralen Führungsseite ist nun ein komplett neues Führungsteam für die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat zuständig. Der Klebstoffhersteller mit 4.900 Mitarbeitern sieht sich aufgrund der schlechten Lage in der Automobilindustrie mit einem Umsatzrückgang konfrontiert. Der SE-Betriebsrat besteht bereits seit zehn Jahren und arbeitet auf der Grundlage einer SE-Vereinbarung, die damals für deutsche Unternehmen mit einem Drittel Beteiligung im Aufsichtsrat vorbildlich war. Die Berater der EBR-Akademie unterstützten bereits das besondere Verhandlungsgremium (siehe Bericht in den EBR-Nachrichten 4/2008). Ein entscheidendes Ereignis fand am 1. November 2018 statt, als 20.000 der weltweit 94.000 Mitarbeiter an einem «Google Walkout» in 50 Städten teilnahmen, um gegen den Umgang des Unternehmens mit sexueller Belästigung zu protestieren. Eine solche koordinierte Veranstaltung erfordert Die Organisatoren. Das Management hat daher ein Tool im Webbrowser des Mitarbeiters installiert, um Kalenderereignisse mit mehr als zehn Besprechungsräumen oder mehr als 100 Teilnehmern zu kennzeichnen. Damit sollte die Mitarbeiter daran gehindert werden, sich zu organisieren.

In der Folge wurden einige der Organisatoren des Google Walkout grundlos von ihren Aufgaben entbunden («Verwaltungsurlaub»), was wiederum am 22. November 2019 zu Mitarbeiterdemonstrationen in der Tochtergesellschaft von San Francisco führte. In der Zwischenzeit prüft das National Labour Relations Board der USA, ob diese als Vergeltungsmaßnahmen des Unternehmens gegen die Beteiligten angesehen werden können. Das kleine Dienstleistungsunternehmen hatte ein eigenes Verhandlungsgremium gegründet, das am 25. März 2019 in Bonn eine SE-Vereinbarung unterzeichnete. Der neue DTSE-Ausschuss setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen, darunter sechs aus Deutschland, und tagt einmal im Monat. Videokonferenzen sind möglich, aber es finden jährlich mindestens fünf persönliche Treffen statt. Die Vereinbarung enthält einen genauen Ablauf für das mehrstufige Konsultationsverfahren und sieht eine dreiköpfige Schiedsstelle für alle Streitigkeiten vor. – Ja.

Das schwedische Arbeitszeitgesetz enthält Vorschriften darüber, wie viel man pro Tag, pro Woche und Jahr arbeiten darf. Das Arbeitszeitgesetz kann durch Tarifverträge abgearbeitet werden. Der Tarifvertrag kann dann entweder das Gesetz oder bestimmte Teile davon ersetzen. In der Regel darf die reguläre Arbeitszeit 40 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Es gibt Ausnahmen von dieser Regel. Gemäß Artikel L2522 des französischen Arbeitsgesetzbuches können alle arbeitsbedingten kollektiven Konflikte einer Schlichtung unterzogen werden. Daher gibt es ein Netz regionaler Vermittlungskommissionen und eine nationale Vermittlungskommission. Diese dreiseitigen Instanzen können im Falle eines kollektiven Konflikts in Anspruch genommen werden. Ihre Zusammensetzung wird in der Regel durch sektorale Vereinbarungen bestimmt. Diese Stellen oder die Behörden können auch eine Mediation einleiten, um die Ansichten einzugrenzen (Art. L2523-1). Dieses Kapitel bietet eine umfassende und aktuelle Überprüfung der Tarifverhandlungssysteme und der Sprachvereinbarungen der Arbeitnehmer in den OECD-Ländern.

Trotz des Rückgangs der Gewerkschaftsdichte und der Tarifbindung in den letzten 40 Jahren sind die Tarifverhandlungen nach wie vor eine wichtige Arbeitsmarktinstitution. Dennoch wird das Verständnis dieser Schlüsselinstitution durch die Tatsache eingeschränkt, dass Tarifverhandlungssysteme oft mit groben Indikatoren beschrieben und in der Literatur zu stark vereinfacht werden.