Verträge sind im Handelsrecht weit verbreitet und bilden die rechtliche Grundlage für Transaktionen auf der ganzen Welt. Häufige Beispiele sind Verträge über den Verkauf von Dienstleistungen und Waren (sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel), Bauverträge, Beförderungsverträge, Softwarelizenzen, Arbeitsverträge, Versicherungspolicen, Verkauf oder Vermietung von Grundstücken und verschiedene andere Nutzungen. Vertrag zwischen Schuldner und Erwerber (1) Wird die Übernahme der Verpflichtung durch den Dritten mit dem Schuldner vereinbart, so hängt seine Wirksamkeit von der Ratifizierung durch den Gläubiger ab. Die Ratifizierung kann nur erfolgen, wenn der Schuldner oder der Dritte den Gläubiger über die Übernahme der Verpflichtung informiert hat. Bis zur Ratifizierung können die Parteien den Vertrag ändern oder kündigen. (2) Wird die Ratifizierung abgelehnt, so gilt die Übernahme der Verpflichtung als nicht erfolgt. Fordert der Schuldner oder der Dritte den Gläubiger auf, eine Ratifikationserklärung abzugeben und legt einen Zeitraum fest, so kann die Ratifizierung nur bis zum Ablauf der Frist erklärt werden; wenn sie nicht erklärt wird, gilt sie als abgelehnt. (3) Solange der Gläubiger die Ratifizierung nicht erteilt hat, ist der Erwerber im Zweifelsfall gegenüber dem Schuldner verpflichtet, den Gläubiger rechtzeitig zu befriedigen. Dasselbe gilt, wenn der Gläubiger die Ratifizierung verweigert. […] Wenn ein Vertrag einem rechtswidrigen Zweck oder einer öffentlichen Ordnung widerspricht, ist er nichtig.

Im kanadischen Fall Royal Bank of Canada v. Newell[118] aus dem Jahr 1996 fälschte eine Frau die Unterschrift ihres Mannes, und ihr Mann erklärte sich bereit, «alle Haftung und Verantwortung» für die gefälschten Kontrollen zu übernehmen. Die Vereinbarung war jedoch nicht durchsetzbar, da sie dazu gedacht war, «eine strafrechtliche Verfolgung zu ersticken», und die Bank war gezwungen, die Zahlungen des Mannes zurückzugeben. Es kann schwierig sein, zu entscheiden, ob Sie ein Recht auf Kündigung eines Vertrages haben und wie Sie diese Kündigung herbeiführen können. Die Schadensersatzansprüche können je nachdem, welche Kündigungsansprüche ausgeübt werden, variieren. Das Vertragsrecht legt keine klare Grenze für das fest, was als akzeptable falscher Anspruch oder als inakzeptabel angesehen wird. Daher stellt sich die Frage, welche Arten von falschen Behauptungen (oder Täuschungen) signifikant genug sein werden, um einen Vertrag auf der Grundlage dieser Täuschung für ungültig zu erklären. Werbung, die «Puffing» oder die Praxis der Übertreibung bestimmter Dinge nutzt, fällt unter diese Frage möglicher falscher Behauptungen. [102] Hat die falsche Aussage den Vertreter zum Vertragsabschluss veranladert, ist die falsche Darstellung jedoch nicht als Vertragsklausel verkörpert worden, so ist der streitige Rechtsbehelf der Rücktritt vom Vertrag.23 Entscheidet sich der Vertreter für die Ausübung seines Rücktrittsrechts, so wird der Vertrag rückwirkend als Nichtigkeit behandelt.